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Forum - Thema: Label MIB / m2

Thema: Label MIB / m2
Autor Beitrag


Beitrag #1 - erstellt: 27. August 2007
12B (2001)


Bus Stop: Was wäre wenn ...? (Re-Release! )
Tamilischer Liebesfilm mit einem Gastauftritt von Sunil Shetty.
erhältlich in Hindi-Synchronfassung ohne Untertitel sowie mit deutscher Synchronisation. Vertrieb: m2 / M.I.B.

Story
Der junge Shakti (Shaam) ist auf dem Weg zu einem Job-Interview, als er die süsse Jo (Jyothika) erblickt. Sie lenkt ihn so sehr ab, dass er seinen Bus 12B verpasst und damit auch sein Gespräch - und den Job. Aus Mitleid heuert ihn ein Freund als Automechaniker an. Aber was, wenn Shakti den Bus erwischt hätte? Er hätte beim Bewerbungsgespräch überzeugt, hätte einen lukrativen Job in der Bank gekriegt und sich mit seiner Kollegin Priya (Simran) angefreundet. Der Shakti in der Autowerkstatt hat derweil Probleme, Jo zu erobern, denn ihr "Onkel" Arwind (Sunil Shetty) macht sich ebenfalls Hoffnungen.
Review
"12B" ist ein liebevoller Tamil-Film und markiert das Regiedebüt von Kameramann Jeeva (Jeans). Wie zu erwarten ist der Film visuell auch sehr anmächelig, insbesondere in den Song-Szenen. Doch auch die Akteure überzeugen, vor allem der Charmeur Shaam, der hier ebenfalls sein Debüt gibt. Hindi-Star Sunil Shetty kennt Jeeva vom Dreh von Hera Pheri und konnte ihn zu einem kurzen Auftritt überreden - seinem ersten in einem Tamil-Film.
Der Plot von "12B" basiert auf der "was wäre wenn?"-Handlung des Gwyneth-Paltrow-Films "Sliding Doors", bloss, dass sich hier ein Mann in zwei Charaktere "trennt", anstatt eine Frau. Jeeva behält die Fäden geschickt in der Hand, so dass man nie allzu verwirrt ist, welchen Shakti man nun gerade vor sich hat. Zum Schluss bündelt er alles in eine hübsch moralische Botschaft. Zuvor gibts noch einen Unfall im Alai Payuthey / Saathiya / "Meet Joe Black" - Stil ... mit mässigen Effekten. "12B" ist sicher kein Meisterwerk, aber ausgesprochen gefällige Unterhaltung mit charmanten Akteuren, ein wenig Melancholie und ebensoviel Humor.

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #2 - erstellt: 27. August 2007
Dil Hi Dil Mein (2000)



Mein Herz kommt per E-Mail (Re-Release!)
Mit Sonali Bendre, Kunal und Nasser
erhältlich in Hindi ohne Untertitel sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: m2 / M.I.B.

Story
Raja (Kunal) kommt vom Land nach Mumbai. Dort will er am Wirtschafts-College des angesehenen Professors Ramchandra (Nasser) studieren. Als armer Schlucker hat er kaum Chancen, doch zum Glück sieht ihn Ramchandra zufällig auf einer Parkbank liegen. Er setzt sich für den engagierten jungen Mann ein und verschafft ihm einen Studienplatz. Der überglückliche Raja freundet sich bald mit anderen Schülern an und wird in die Welt der Computer eingeführt. Er beginnt zu chatten und freundet sich mit einer Roja (Sonali Bendre) aus Amerika an. Sie verstehen sich blendend - da findet Raja heraus, dass sie ihn angelogen hat: Sie studiert im selben College. Bevor die Liebe aufblühen kann, müssen beide ihre Schüchternheit überwinden.
Review
Unter dem Namen "Kadhalar Dinam" war dieser Tamil-Film 1999 ein Hit in Südindien. Produzent A.R. Rathnam realisierte das Potential des Stoffes und liess ihn in Hindi synchronisieren. Als "Dil Hi Dil Mein" floppte er jedoch, obwohl einige Szenen für das nördliche Publikum modifiziert wurden - welche genau, ist mir nicht bekannt, aber es ist anzunehmen, dass die Rahmenhandlung mit Anupam Kher und die Story mit Johnny Lever im Original anders drin waren. Durch diese Nach- und Neudrehs ergaben sich auch etliche Anschlussfehler, unter denen die wechselnde Haarlänge des Hauptdarstellers noch das geringste Übel ist: der Film wirkt zusammengeflickt.
Nicht nur das: Die Story, nicht etwa ein Remake von "You've Got Mail" wie man mancherorts lesen kann, ist sehr dünn und jede Wendung vorhersehbar. Regisseur Kathir ("Kadhal Desam") baut Spannungsszenen sehr schlecht auf, eine wirkliche Dynamik entsteht nicht einmal zum Schluss, wenn die Missverständnisse sich "dramatisch" zuspitzen. Mitschuld hat sicher auch der bubihafte Hauptdarsteller Kunal, der in keiner Szene richtige Emotionen zustande bringt. Sonali Bendre ist etwas besser, hält sich aber meist zurück und spielt mit gedämpftem Charme. Unter den Co-Stars ist nur Tamil-Altmeister Nasser souverän wie immer. Der Rest enttäuscht: vom langweiligen Anupam Kher über die No-Name-Schüler bis hin zum grässlich chargierenden Johnny Lever als Professor.
Immerhin: Kathir und Rathnam konnten für den Soundtrack A.R. Rahman verpflichten. Er legt einige gelungene Stücke vor, welche Kathir auch ansprechend inszenierte. Zwar stimmen wegen dem Tamil/Hindi-Wechsel die Lippenbewegungen nicht immer, doch stattliche Anblicke von Australien (u.a. 12 Apostel) und dem Taj Mahal machen das weitgehend weg. Ein paar CGI-Tricks, welche die Bilder aufpeppen sollten, sind hingegen zuviel des Guten.
Kann man also einen Film allein der Musik wegen empfehlen? Kaum. "Dil Hi Dil Mein" lege ich denn auch niemandem ans Herz. Vielleicht ist die Tamil-Fassung etwas besser, doch der Plot, der klischierte Umgang mit der Chat- und eMail-Technologie sowie die zögerliche Inszenierung kann auch eine andere Sprache nicht retten. Hier handelt ers sich um indisches Mainstream-Kino der lauen Art, wie es jährlich dutzendfach produziert wird. Bis auf hartnäckige Sonali-Bendre-Fans können deshalb alle einen grossen Bogen um das Werk machen.

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #3 - erstellt: 27. August 2007
Ehsaas: A Feeling (2001)



Zeit für Gefühle (Re-Release!)
Mit Sunil Shetty und Neha
erhältlich in Hindi ohne Untertitel sowie mit deutscher Synchronisation.
Vertrieb: m2 / M.I.B.

Story
Eine Kleinstadt in Goa: Der Witwer und ehemalige Rennsportler Ravi Naik (Sunil Shetty) fordert seinem zehnjährigen Sohn Rohan (Mayank Tandon) alles ab. In aller Früh muss der Bub aufstehen und zum Training auf der Rennbahn antreten. Dass er in der Schule deshalb nicht überzeugt, ist Ravi egal. Für ihn zählt nur die Leistung auf der Bahn - und dafür ist er auch bereit, seinen Sohn derart zu fordern, dass er ihn dafür hasst. Mehr Zuneigung findet Rohan Antra Pandit (Neha), die mit ihrer Mutter (Kiron Kher) in der Nachbarschaft lebt. Antra kommt dadurch in ein Dilemma, denn sie liebt Ravi seit Jahren heimlich und möchte dennoch seinem Sohn helfen.
Review
Der vielseitige Mahesh Manjrekar nimmt sich einem konventionellen Vater-Sohn-Drama an und inszeniert es ebenso solide wie kurzweilig. Grosse Überraschungen bleiben genauso aus wie grandiose Momente. Dass der Film trotzdem halbwegs funktioniert, ist auch den Akteuren zu verdanken. So glänzt Kinddarsteller Mayank Tandon und Sunil Shetty gibt den fordernden Vater zurückhaltend, aber überzeugend. Er wirkt zwar immer wieder unsympathisch, da er seinen Sohn zu sehr quält, doch Manjrekar macht später deutlich, was den Vater antreibt, den Sohn so zu geisseln. Dass dieses Thema gar nicht so weit hergeholt ist, zeigte 2006 der vierjährige "Marathon Boy" Budhia Singh, der von seinem Trainer zu immer neuen Höchstleistungen getrieben wurde und weltweit in die News kam.
Was dabei etwas auf der Strecke bleibt, ist ein echter Diskurs. Der Vater hat Recht, der Sohn ja auch. Und zum Schluss haben sich alle lieb. Manjrekar weicht seiner selbst aufgestellten Problematik dadurch zu sehr aus. Aber vielleicht wäre dies auch der Todesstoss für den Feelgood-Film. "Ehsaas" blendet nicht alle Probleme aus und bleibt in manchen Belangen auch überraschend nüchtern - doch das Drama muss, wenn es drauf ankommt, doch dem Mainstream verpflichtet bleiben und die Zuschauer nicht vor den Kopf stossen. Und Mainstream bietet Manjrekar neben den gedämpfteren Szenen in seinem mit 112 Minuten angenehm kurzen Film allemal: flotte Songs, eine zögerliche Romanze, einen unnötigen Comedy-Track mit Sanjay Narvekar, ein Finale in heroischer Zeitlupe.
Gerade dieses sportliche Finale war für mich ein wenig enttäuschend, da es schlecht montiert und zu allem Übel auch etwas unglaubwürdig ist. In diesem Genre ist man als Zuschauer immer gefordert, ein Auge zuzudrücken, wenn es darum geht, dass sich Leute zu sportlichen Leistungen aufrappeln - aber hier trägt Manjrekar gar dick auf. Die mittelmässige Bewertung von 2½ gibt es denn auch ohne Euphorie. "Ehsaas" ist kompetent inszeniert und gespielt, doch dem Film fehlt das Feuer genauso wie die Inspiration: Manjrekar erzählt nach Schema F, weshalb sein Film auch schnell wieder vergessen geht.

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #4 - erstellt: 27. August 2007
Garv - Pride and Honor (2004)



Stolz und Ehre: Garv - Schuldig oder Unschuldig
Mit Salman Khan, Shilpa Shetty, Amrish Puri und Anupam Kher
deutsche Synchronisation
Vertrieb: M.I.B.

Story
ACP Arjun Ranavat (Salman Khan) steht vor Gericht. Staatsanwalt Tyagi (Anupam Kher) klagt ihn an, 18 angesehene Männer getötet zu haben, unter ihnen den Bruder von Chief Minister Kashinath Trivedi (Govind Namdeo). Arjun bittet den Richter (Kulbhushan Kharbanda), ihn zum Tode zu verurteilen. Doch Arjuns ehemaliger Vorgesetzter, Ex-Commissioner Samar Singh (Amrish Puri), will ihn verteidigen und ruft nochmals die Ereignisse in Erinnerung: Arjun lebte glücklich mit seiner Schwester Rakhi (Akanksha) und seiner Mutter Shakuntla Devi (Farida Jalal). Als Polizist arbeitet er gerne, sein Kollege Haider Ali Khan (Arbaaz Khan) ist auch sein bester Freund. Und die Liebe zur Tänzerin Jannat (Shilpa Shetty) blüht endlich auf. Doch als vor Gericht der Gangster Hakim Lukkha freikommt und ihn Arjun danach brutal abschlachtet, ändert sich seine Lebenseinstellung. Er will den Abschaum Indiens bekämpfen, er will wieder stolz sein können auf sein Land. Fortan tötet er jeden Kriminellen, der ihm vor die Flinte kommt. Auf einen hat er es besonders abgesehen: Zafar Supari (Mukesh Rishi). Der lässt sich nicht lumpen und macht Trivedi zum Chief Minister, auf dass er die lästigen Cops ausschalte.
Review
"Garv" ist ein konturloser, ziemlich depperter Rächerthriller, der so anachronistisch ist wie Comeback von MC Hammer. Warum sich angesehene Nebendarsteller wie Kulbhushan Kharbanda und Anupam Kher hergaben, ist das noch grössere Rätsel. "Garv" hat wirklich wenig zu bieten, was man noch nicht kennt. Und ebenso wenig, was wirklich gelungen ist.
Ganz hübsch sind zum Beispiel die Songs - auch wenn sie nicht alle in den Film passen. "Makhan Malai Hoon" ist eine akzeptable Nummer, die dank Stilwechseln entzückt und genügend Tempo hat, damit Shilpa Shetty so richtig heiss abtanzen kann. "Soniye To Soni" ist eine okay-Bhangra-Nummer. "Marhabba Marhabba" ist mässig, hat aber einen erotischen (bis vulgären) Tanz von Item Girl Reshma Bombaywala zu bieten. "Jab Ishq Ka" offeriert Shilpa eine erneute Gelegenheit, ihren Traumkörper vor einer Traumkulisse zu zeigen. Nur Salmans Akrobatik mit dem Plastikschwert ist etwas peinlich. "Hum Tum Ko" zum Schluss ist nicht viel mehr als ein 08/15-Lovesong am Strand.
Diese Songs sind tatsächlich gut. Auch die Akteure sind nicht allzu übel. Tja, damit hat es sich. Der Rest ist ziemlich mies. Da wäre in erster Linie das Drehbuch. Die Handlung ist voraussehbar, manipulativ und reaktionär. Die gute alte Selbstjustiz wird als göttliches Mittel zur Gerechtigkeit propagiert, Justiz und Politik werden einmal mehr als Abschaum hingestellt. Nichts Neues in diesem Bereich. Doch mit welcher Stoik das Ganze präsentiert wird, ist beachtlich. Keine echten Emotionen kommen hoch. Im besten Fall erzeugt der Film Hass - aber nicht auf die Korrupten und Gangster, sondern auf die ewiggestrigen Filmemacher, die in heutiger Zeit noch solchen Schund fabrizieren.
Die Akteure sind durchwachsen. Govind Namdeo hat die hässlichste Ohr-Behaarung aller Zeiten, Amrish Puri hat nicht viel zu tun, Shilpa Shetty muss nur hübsch aussehen und dient nur als Song-Staffage, Farida Jalal darf einmal mehr immer-traurig in die Gegend schauen. Arbaaz Khan bleibt blass, Anupam Kher ist gut, Kulbhushan Kharbanda auch. Mukesh Rishi ist einmal mehr am chargieren. Rajpal Yadav hat einen undankbaren Mini-Auftritt. Akanksha ist schrecklich peinlich. Für diese wichtige Rolle hätte man eine bessere Darstellerin bringen müssen. Und damit bleibt Salman. Er spielt mit eiserner Mine ohne grosse Lust. Entweder flüstert er oder er schreit. Er kann spielen, doch hier tut ers nicht wirklich gut. Sein Shirt hat er natürlich nach 10 Minuten ausgezogen, dafür darf er später sagen "Schönheit wird bewundert, wenn sie bedeckt ist". Das sollte er sich also zum Beispiel nehmen. Aber nein, dieser Satz gilt nur für Shilpa - um nach diesem Satz gleich in eine Songsequenz zu wechseln, bei der sie sehr wenig trägt. Wer hat sich diese depperten Dialoge ausgedacht?
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #5 - erstellt: 27. August 2007
Body (2003)


Die dunkle Leidenschaft (Re-Release von Jism!)
Mit Bipasha Basu und John Abraham
Bei amazon.de erhältlich.
Vertrieb: m2 / M.I.B.

Story
Pondicherry in Südostindien: Der junge Anwalt Kabir Lal (John Abraham) ist ein Säufer und nicht besonders erfolgreich. Da trifft er die bildschöne Sonia (Bipasha Basu) und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Obwohl sie mit dem reichen Unternehmer Rohit Khanna (Gulshan Grover) verheiratet ist, beginnen sie eine leidenschaftliche Affäre. Schon bald hält Kabir den Gedanken nicht mehr aus, dass er Sonia mit einem anderen Mann teilen muss. Er will Rohit töten - und Sonia macht mit. Doch damit begibt sich Kabir in tödliche Gefahr.
Review
"Jism" wurde im Vorfeld heiss diskutiert, weil die Werbung ganz mit den erotischen Reizen Bipasha Basus spielte und die Leute annahmen, bei dem Thriller handle es sich quasi um einen Softporno. Die Box-Office-Zahlen am Startwochenende waren deshalb auch super. Sie fielen jedoch schnell, als die Zuschauer merkten, dass nicht alles so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird. Oder einfach gesagt: "Jism" ist zwar ein guter Film, aber von einem "Tits and Ass"-Film weit entfernt. Dennoch: Ich habe selten einen erotischeren indischen Film gesehen. Model John Abraham (in seinem Kinodebüt) und die kurvenreiche Bipasha Basu geben ein extrem knackiges Paar ab - und wenn sie sich küssen, vergisst man, dass man einen Bollywood-Film guckt. Die Story gibt zugegebenermassen nicht sooo viel her, da man sie vorausahnen kann und man die Grundzüge aus ähnlichen US-Filmen (z.B. "Body Heat") kennt. Doch das erotische Knistern ist doch eine Abwechslung, die Darsteller sind gut und die Atmosphäre sehr geglückt. Da in der ehemaligen französischen Kolonie Pondicherry gedreht wurde, hat der Film einen internationalen Touch und eine schwül-tropische Atmosphäre. Dies gibt dem Film eine spezielle Note und erlaubt, dass die Darsteller tropisch leicht bekleidet sind ...
Bipasha Basu bringt so das Blut der Männer spielend in Wallung aber der, der mehr Haut zeigt, als sie, ist John Abraham. Da dies sein Debüt ist, werde ich noch etwas mehr auf ihn eingehen: Er spielt ganz OK, doch besetzt ist er super. Dies weil er einerseits verdammt geil aussehen kann, dann wieder ziemlich abgewrackt. Geil, wenn er seinen gestählten Körper zeigt und die Kamera sein Gesicht aus der richtigen Perspektive erwischt. Nur ein bisschen verschoben, nur ein bisschen anders beleuchtet - und Abraham sieht ausgesprochen abgefuckt aus. Diese Wechsel sind für "Jism" nötig, weshalb seine Besetzung ein Glücksgriff ist. Er wird sicher eine gute Karriere haben. Alleine schon wegen dem Posterboy-Body, der sich unter leichten Pondicherry-Hemden natürlich sehr gut macht. Aber zurück zum Film: Kurz zusammengefasst kann ich sagen, "Jism" hat mich gut unterhalten, aber nicht vom Stuhl gehauen. Atmosphärisch interessant, sehr erotisch und gut besetzt. Routinierte Unterhaltung - und das ist dieser Tage ja auch schon was wert ...
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
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Beitrag #6 - erstellt: 27. August 2007
Meri Aashiqui (2005)



Love You Forever
Mit Rahul Roy, Manish Mathur, Mriga Slakani und Himani Shivpuri
erhältlich in Hindi sowie mit deutscher Synchronisaton.
Vertrieb: M.I.B

Story
Der Sänger Daniel D'Souza (Rahul Roy) ist Witwer. Seiner verstorbenen Frau Maria hatte er versprochen, sein ganzes Leben der gemeinsamen Tochter Jenny (Mriga Saklani) zu widmen. Das Mädchen weiss die Liebe des Vaters zu schätzen und geniesst seine volle Unterstützung selbst bei ihrer Partnerwahl: Sie ist verliebt in den adretten Romeo (Manish Mathur), eine Heirat ist bereits greifbar nahe. Doch bei einem Trip nach Goa passiert etwas, was das Glück der Familie erschüttert: Daniel lässt sich auf einen One-Night-Stand mit Jennys Freundin Mehak (Janki Shah) ein. Wieder zurück in Mumbai will er die Affäre so schnell wie möglich beenden, um nicht die Beziehung zu seiner Tochter aufs Spiel zu setzen.
Review
Die sterbenslangweilige Romanze gehört um mindestens 30 Minuten gekürzt. Dann würden hoffentlich die lästigen "was meinst du damit?"-Dialoge wegfallen, die fast jedes Gespräch vergiften. Jemand sagt etwas Kryptisches, worauf sein Gegenüber fragt "was genau meinst du". Es folgt eine etwas genauere Erklärung und ein "ich versteh dich immer noch nicht" - das kann man bis zum Umfallen wiederholen und "Meri Aashiqui" zelebriert es tatsächlich bis zum Erbrechen.
Doch nicht nur die Dialoge sind unterste Liga, auch die Akteure bringen kaum eine gut gespielte Szene fertig. Das gilt für Rahul Roy (Naughty Boy), der in den 90ern eine kurze Phase als Leading Man hatte, genauso wie für die unbekannten Jung-Darsteller um Jaiki Shah (Retake). Sie mühen sich steif durch zähe Szenen, tanzen in den immerhin passablen Liedern lustlos vor der Kamera und langweilen mit den immergleichen Gesichtsausdrücken.
Dabei böte die Story immerhin einen interessanten Ansatz: älterer Mann verliebt sich in jüngere Frau. Ist das ein Tabu in Indien? Ich dachte nein, da etwa Zwangsehen oft zwischen verwitweten oder älteren Männern mit viel zu jungen Mädchen geschlossen werden, deren Familien so auf reichere Verwandte hoffen. "Meri Aashiqui" meint jedoch, es sei ein Tabu, in dem Fall sollte man darauf aufbauen können.
"Meri Aashiqui" gehört zweifellos in die C-Liga Bollywoods, wo gealterte Beinahe-Stars sich mit ein paar unerfahrenen und meist untalentierten Schauspielern zusammentun und eine dröge, billig zu produzierende Story auftischen, die mit Songs und etwas Erotik schmackhaft gemacht werden soll.
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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Beitrag #7 - erstellt: 27. August 2007
Oh Darling, Yeh Hai India (1995)


Mit Shahrukh Khan, Deepa Sahi, Anupam Kher und Amrish Puri.
3-Disk-Megabox mit Film, Musikvideos und Live-Concert-Clips.
in Hindi mit englischen (!) Untertiteln sowie deutscher Synchronisation.
Vertrieb: M.I.B
* ohne Pascal Breuer als Shahrukh Khan

Story
Die Prostituierte "Miss India" (Deepa Sahi) hat genug von ihrem Job und entzieht sich dem Einfluss ihres Zuhälters und Vaters (Gulshan Grover). Sie wandert durch Bombay und trifft auf einen Obdachlosen (Shahrukh Khan), dem sie einen Deal anbietet: Sie bezahlt ihn, wenn er sie unterhält. Während sie sich auf den Strassen der Stadt amüsieren, droht Gefahr im Land: Der grössenwahnsinnige Don Quichote (Amrish Puri) will die Macht an sich reissen, indem er den Präsidenten (Anupam Kher) durch seinen Handlanger Nathuram (Anupam Kher) austauscht. Quichotes Sohn (Javed Jaffrey) hat es ausserdem auf "Miss India" abgesehen, was sie und ihren neuen Freund bald in Quichotes finstere Pläne hineinzieht.
Review
Den Mut muss man fast bewundern: Ketan Mehta, der lange ein Garant für anspruchsvolles Kino war und heute am ehesten als Macher des Shahrukh-Streifens Maya Memsaab und des Aamir-Epos' Mangal Pandey bekannt ist, griff für sein Big-Budget-Werk "Oh Darling Yeh Hai India!" auf das Masala-Kino der vorherigen Jahrzehnte zurück, schmiss Logik und Zurückhaltung über Bord und fackelt ein Feuerwerk des Irr- und Wahnsinns ab, das schier keine Grenzen zu kennen scheint. Das Resultat ist unkontrollierbarer Exzess mit himmelschreiender Dramaturgie.
Im Zentrum steht der komplett überforderte Shahrukh Khan, der zwar beherzt in dem Getümmel mitmischt, aber nie eine Chance bekommt, gross Charisma zu entwickeln. Seine Co-Stars sind blass - ausser die Bösewichter. Die geben richtig Gas. Sensationell am chargieren ist einmal mehr Amrish Puri, dessen "Das unglaubliche Gehirn von Don Quichote!"-Ausrufe (Bild) Reaktionen zwischen Kopfschütteln und blinder Faszination auslösen. Der Clou bei der Sache ist, dass Puri nach zwei Dritteln des Films ausgetauscht wird. Welcher Regisseur, der bei Sinnen ist, ersetzt seinen so diabolisch aufgebauten Schurken mitten im Film durch einen neuen? Ketan Mehta tuts und ermöglicht dem nicht minder durchgeknallten Javed Jaffrey eine ausufernde Amrish-Puri-Imitation.
Das ist noch lange nicht alles. Anupam Kher ist in einer delikaten Doppelrolle zu sehen und etliche Damen zieren die Aufnahmen mit vielsagenden, sprich knapp bekleideten, Auftritten. In Kürzest-Rollen als Finsterlinge, die Indien kaufen wollen, tauchen u.a. Kader Khan, Ranjeet und Paresh Rawal auf. Diese Versteigerung ist eine bizarre Aneinanderreihung von Geboten, die in den Untertiteln nicht mehr richtig wiedergegeben werden können ("one thousand trillion!") und gehörig an "Austin Powers" erinnert. Mehta schwebt dabei eine alles andere als subtile Attacke auf den "Ausverkauf der Heimat" vor, vermischt mit rabenschwarzem Humor. Doch richtig funktionieren will die Sequenz nicht, da man sie schlicht nicht ernst nimmt - wie den Rest auch nicht.
Aber wenigstens kann man nach dem Film glücklich sagen, man habe einen der abgedrehtesten Bollywood-Filme der90er gesehen hat und wisse nun, dass selbst der Untergang Indiens von Gesang und Tanz begleitet wird. Yeh hai India!
(review gekürzt - alles hier nachlesen )

© Text Marco, molodezhnaja
www.molodezhnaja.ch

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