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Forum - Thema: Kinderarbeit in Indien

Thema: Kinderarbeit in Indien
Autor Beitrag


Beitrag #1 - erstellt: 26. Mai 2006
In der Fabrik der kleinen Menschmaschinen - die Streichholzkinder von Tamil Nadu

[...] Die Streichholzfabrik "Sarasram Matches" befindet sich in dem Dorf N. Mettupatti. Die Anlage wirkt wie ein Gehöft, und genau das war sie auch, bis vor sieben Jahren die Kuhe aus- und die Kinder eingezogen sind. Das scheint ein ziemlich nahtloser Übergang gewesen zu sein. Was für Tiere recht war, ist offenbar auch für Fabrikarbeiterinnen gut genug: ein mit Wellblechdach gedecktes, lang gestrecktes Stallgebäude. Neu sind nur die Boxen, die großen, leistungsstarken Lautsprecherboxen, die unablässig fetzige, tamilische Filmmusik in den Ex-Kuhstall dröhnen, wo Muthu und die anderen im Dämerlicht ihre Arbeit verrichten. "Die Kinder arbeiten schneller mit Musik", sagt Aufseher Permual, dessen Beitrag zu Produktionssteigerung darin besteht, dass er ständig zwischen den Arbeiterinnen umherwandert und mit schnarrenden Kommandos Ansgt verbreitet.

In je zwei Doppelreihen die Länge des Raumes entlang sitzen und hocken sie, nach Arbeitsgängen getrennt, auf dem nackten Steinboden. Die einen haben Kisten voll mit kleinen Holzstöckchen vor sich, die in Rahmen zu stecken sind. Die anderen müssen die Hölzchen, nachdem sie chemisch bearbeitet und mit braunen Zündköpfen versehen worden sind, wieder aus dem Rahmen entnehmen und in Streichholzschachteln füllen. Wohl an die hundert Arbeiterinnen mögen sich in dem Raum befinden - schätzungsweise siebzig bis achtzig davon Kinder unter 14 Jahren. Muthu ist elf. Sie gehört zu denen, die die Rahmen zu füllen haben.

52 ist die Schlüsselzahl. 52 Zündhölzer kommen in die Schachtel, 52 Leisten mit je 52 Hölzchen - also 2704 Stück - müssen in jeden Rahmen eingeklemmt werden. Muthu arbeitet wie alle anderen täglich ausßer sonntags von sechs Uhr früh bis sechs Uhr abends. Pro Tag schafft sie 15 Rahmen. Das zeigt dass sie noch eine Anfängerin ist. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Govindhammal, die hier bereits sechs Jahre arbeitet, kommt auf mehr als 20 Rahmen.

Bezahlt wird nach Akkord, wobei freilich alle Beteiligten unterschiedliche Summen nennen. Die des Fabrikbesitzers sind am höchsten, die des Aufsehers am zweithöchsten und die von Muthu am niedrigsten. Sie sagt, pro Tag bekomme sie 7,50 Rupien, also 45 Rupien in der Woche - umgerechnet 1,15 Euro. Den Verdienst liefert sie wie ihre Schwester (die auf 70 Rupien in der Woche kommt) bei der Mutter ab - nur den Betrag den sie für die Schmerztabletten braucht, den behält sie für sich. Das ewige Sitzen auf dem nackten Steinfußboden, das stundenlange Verbiegen der Gliedmaßen zum Schneidersitz oder zu Hockstellung, das dauernde Verkümmern des Rückgrats, dazu die ätzenden Dämpfe, die aus der Feuer und Gift speienden Alchemistenküche nebenan herüberwehen, wo junge Burschen die Hölzer in Zündhölzer verwandeln - das alles ist äußerst ungesund und wird von den Mädchen mit Schmerzmitteln bekämpft. Muthu leidet vor allem unter Schmerzen in den Armen, im Rücken und im Kopf, gelegentlich unter Blaseninfetionen.

Die Musik plärrt ohne Unterlass, der Aufseher macht seine Runden, die Alchemistenküche brodelt, und die kleinen Menschenmaschinen laufen schmerzmittelbetäubt, aber wie geölt. Nicht nur hier: In jedem Ort, in jedem Dorf - manchmal denkt man: in jedem Haus - dieser Region, die man den Match Belt, den Strechholzgürtel nennt, findet Kindesmissbrauch statt. Der Match Belt mit dem Ort Sivakasi als Mittelpunkt erstreckt sich über zwei Distrikte im südindischen Bundestaat Tamil Nadu und steht im Ruf, weltweit die höchste Dichte an Kinderarbeit aufzuweisen.

In: Klein, Stefan: Heilige Kühe und Computerchips. Indiesche Gegensätze. Picus Verlag. Wien 2000. S. 68 f.

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Beitrag #2 - erstellt: 27. Mai 2006
Oh Gott, das ist ja schrecklichSmily "nichtgut" Smily "nichtgut" , da merkt man wieder wie gut man es hat!!!

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Liebe geben. Liebe erhalten. Liebend schweben. Und das Leben liebend nehmen :).
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Beitrag #3 - erstellt: 27. Mai 2006
Vor einiger Zeit hatten wir ein Film darüber in der Schule gesehen...dass war echt traurig,einige meinten zu mir:Schau mal dein Indien!!!Smily "grrr" Hoffebtlich werden den Kindern schnell geholfen...@Shirley ich schließe mich dir an.

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Beitrag #4 - erstellt: 29. Mai 2006
Ja ich find das auch schrecklichSmily "eek2" , deswegen hab ich den text hier auch reingestellt,
Die meisten Kinder dort werden behandelt, wie Tiere, voll die Kinderquälerei Smily "achja" Smily "furchtbartraurig"

---




meine creationen
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Beitrag #5 - erstellt: 29. Mai 2006
Bitte Leute,
Kinderarbeit gibt es überall auf der Erde, z.B. in Südostasien, in Südamerika. Es ist schlimm und man muß den Arbeitgebern, die meistens von den armen Eltern die Kinder kaufen, und sie als Sklaven behandeln, die Handschellen anlegen und sie reichlich bestrafen.

In der Teppichindustrie gibt es auch Beispiele in Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal, Bhutan und sogar China.

Mittlerweile gibt es viele Initiative wie Rugmark, die eine Menge für die Kinder in Indien tun. Ich würde Euch allen empfehlen, Teppiche mit dem Rugmark-Siegel zu kaufen, da sie dann "garantiert" nicht von Kindern hergestellt wurden.

Ja es ist schlimm mit dem Sivakasi-Streichhölzer Kinder. Aber es gibt es glücklicherweise auch viele Initiative, die was tun. Diese Nicht-Regierungs-Körperschaften können nur funktionieren, wenn reichlich Spenden kommen. Daher, wenn ihr ein Schulprojekt habt, unterstützt bitte die Initiativen in Indien und anderswo!!

Man darf nicht schlapp machen, sondern aktive mitmachen! Ich weiss wovon ich rede. Ich unterstütze persönlich Umwelt- und Tigerprojekte in Indien!!

Smily "winke"

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Beitrag #6 - erstellt: 01. Juni 2006
Kinderarbeit ist leider noch sehr verbreitet,aber immer mehr geschäftsleute lehnen es ab,kinder für sich arbeiten zu lassen(z.B. Teppichfabrikanten).Es muss noch viel getan werden,aber ein anfang ist gemacht!Smily "smile"

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"Lebe,und denke nicht an Morgen"
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Beitrag #7 - erstellt: 04. Juni 2006
Zitat von vasi:
Bitte Leute,
Kinderarbeit gibt es überall auf der Erde, z.B. in Südostasien, in Südamerika. Es ist schlimm und man muß den Arbeitgebern, die meistens von den armen Eltern die Kinder kaufen, und sie als Sklaven behandeln, die Handschellen anlegen und sie reichlich bestrafen.

In der Teppichindustrie gibt es auch Beispiele in Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal, Bhutan und sogar China.

Mittlerweile gibt es viele Initiative wie Rugmark, die eine Menge für die Kinder in Indien tun. Ich würde Euch allen empfehlen, Teppiche mit dem Rugmark-Siegel zu kaufen, da sie dann "garantiert" nicht von Kindern hergestellt wurden.

Ja es ist schlimm mit dem Sivakasi-Streichhölzer Kinder. Aber es gibt es glücklicherweise auch viele Initiative, die was tun. Diese Nicht-Regierungs-Körperschaften können nur funktionieren, wenn reichlich Spenden kommen. Daher, wenn ihr ein Schulprojekt habt, unterstützt bitte die Initiativen in Indien und anderswo!!

Man darf nicht schlapp machen, sondern aktive mitmachen! Ich weiss wovon ich rede. Ich unterstütze persönlich Umwelt- und Tigerprojekte in Indien!!

Smily "winke"


ja da hast du auch wieder recht.. danke Smily "winke"

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Beitrag #8 - erstellt: 10. Juni 2006
Was ich auch schlimm finde das kleine Kinder die gerade mal 4 Jahre alt sind schon Bergwerk arbeiten müssen.
Nur das Europäer billige Grabstein bekommen weil die Produktion in Indien viel billiger ist als z.B hier in Deutschland.
Die Kinder werden dadurch verstümelt, habe gerade mal eine Lebenserwartung von 30 Jahren wenn überhaupt und müssen da für ein paar lebische Rubin dort Arbeiten.Smily "zornig" Smily "zornig"

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Bollywood macht Glücklich

Es gibt ja Tage, da denkt man,
die Welt ist verkommen und schlecht-
dann schaue ich einen Bollywood
Film und drei Stunden später glaube
ich wieder das Gute im Menschen.
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Beitrag #9 - erstellt: 22. August 2006
Ja das ist echt schlimm :(
Wenn ich sowas schon hör, werd ich ganz wütend, aber was soll man machen?

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Beitrag #10 - erstellt: 22. August 2006
Tageschau.de vom 02.08.2006

Indien weitet Verbot der Kinderarbeit aus!

Indien weitet das Verbot von Kinderarbeit aus. Vom 10. Oktober an sei die Beschäftigung von Kindern im Alter von unter 14 Jahren auch als Haushaltshilfen, in der Gastronomie und im Hotelgewerbe untersagt, teilte das Arbeitsministerium mit. Diese Bereiche wurden nach Empfehlung einer Expertenkommission als gefährliche Arbeitsplätze eingestuft, weil Kinder dort unter anderem mit Drogen in Kontakt kommen oder sexuell belästigt werden könnten.

Nach Angaben der Weltbank arbeiten in Indien rund 44 Millionen Kinder, so viele wie in keinem anderen Land. Bei Missachtung des neuen Gesetzes drohen bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe von 20.000 Rupien (knapp 340 Euro), wie die "Times of India" berichtete.

Die indische Regierung hatte 1986 Kinderarbeit unter anderem in Fabriken, Minen und an anderen gefährlichen Arbeitsplätzen verboten. Das Verbot wird allerdings kaum durchgesetzt.
Die Weltbank geht davon aus, dass 75 Prozent der 44 Millionen arbeitenden Kinder trotz des bereits geltenden Verbots gefährliche Arbeitsplätze haben. So arbeiteten viele Kinder bei der Herstellung von Feuerwerkskörpern, Streichhölzern oder in der Sportwarenindustrie.
Hintergrund für die weit verbreitete Kinderarbeit ist die oft große Armut der Familien. Obwohl die Kinder nicht viel verdienen, ist ihr Geld trotzdem ein wichtiger Bestandteil des Haushaltseinkommens.

Imemrhin etwas, oder??

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Beitrag #11 - erstellt: 22. August 2006
und ob

ICh finde das schrecklich. Während wir um 9 oder so in der Schule sitzen, müssen sie in der prallen hitze schufften.Smily "nichtgut"

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Beitrag #12 - erstellt: 13. September 2006
Habe mir alles durchgelesen und ich bin erschüttert. Ich wusste zwar von Kinderarbeit,aber ich dachte man wäre mit den Verboten schon weiter. Habe ein Patenkind und muß mich erstmal mit ihm in Verbindung setzen.
Danke für die Auskünfte Smily "thanks"
Wo kann man mehr erfahren und auch helfen?Smily "angel"

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Unvergessen Nike du hinterlässt ein Mega Loch
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Beitrag #13 - erstellt: 18. November 2006
das ist ja wirklich total krass ich finde kinder arbeit gehört verboten kinder sollten nicht arbeiten die halten das doch garnicht durch mann merkt mal wieder wie schlecht es vielen in andere ländern geht und wie gut wir es hier habenSmily "smilesmile" Smily "smilesmile"

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Beitrag #14 - erstellt: 25. Februar 2008
Hallo! Wir nehmen in der Schule gerade das Thema Kinderarbeit durch und müssen dazu kurze Präsentationen und Plakate erstellen. Ich und meine Freundin haben als Aufgabe ein " Einzelschicksal" zu finden und genaueres darüber herauszufinden, das heißt wir müssen die geschichte eines ( ehemaligen) Kinderarbeiters finden. Wir würden gern über ein kind aus Indien berichten, nur finden wir dazu im Internet leider kaum information. Falls also einer einmal eine Geschichte von einem kind aus Indien das arbeiten muss gelesen oder gehört hat, die ihn sehr bewegt hat, wäre es wahnsinnig nett wenn ihr davon erzählen könntet oder auf Internetseiten verweisen könntet wo man darüber nachlesen kann. Da wir die Präsentation bis nächste Woche fertig kriegen müssen, hoffen wir auf schnelle Antworten! Danke im Vorraus, Mims Smily "winke"

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