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Forum - Thema: Eugenie Marlitt

Thema: Eugenie Marlitt
Autor Beitrag


Beitrag #1 - erstellt: 01. Juli 2011
Hi,
Eigentlich lese ich ja vorwiegend Krimis von Agatha Christie (Hercule Poirot, Miss Marple) und Sir Arthur Conan Doyle (Sherlock Holmes).
Aber ich habe auch eine romantische Ader (sonst würde ich ja keine Bollywood-Movies gucken Smily "wink" ) und so lese ich auch mal den ein oder anderen romantischen Roman.

Beim Stöbern im Gutenberg-Projekt bin ich vor einiger Zeit auf “die Marlitt” gestoßen:
Eugenie Marlitt (eigentlich Eugenie John) ist eine thüringische Schriftstellerin. Geboren 1825 lebte sie im 19.ten Jahrhundert und bedient sich deshalb natürlich auch der Sprache dieser Epoche, so daß ihr Schreibstil von Hause aus schon romantisch angehaucht und reichlich bildhaft ausgeschmückt ist. Das muß einem natürlich liegen, ich persönlich habe mich recht schnell eingelesen.

Sie begann ihre Autorenkarriere mit der Novelle “Die zwölf Apostel”, welche in der Zeitschrift “Gartenlaube” veröffentlicht wurde. Der Herausgeber der Zeitung erkannte gleich ihr Talent und spornte sie zu weiteren Werken an. Auch die nachfolgenden Werke wurden begeistert von den Lesern der “Gartenlaube” aufgenommen. Eugenie Marlitt verband bald eine tiefe Freundschaft mit dem Herausgeber und dessen Familie. Und so wurden alle ihre großen Werke zuerst als Fortsetzungsgeschichten in der “Gartenlaube” veröffentlicht, bevor sie in Buchform erschienen. Daß die “Gartenlaube” ihre Auflage von 1866 bis 1876 verdoppeln konnte, liegt überwiegend an den Werken “der Marlitt”.

Kritiker werfen ihr vor allem vor, daß allen ihren Werken das Aschenputtel-Thema zugrunde liegt:
Ein Mädchen aus bescheidenen oder ärmlichen Verhältnissen bekommt zum Ende einen Ehemann, der gesellschaftlich meist weit über ihr steht. Das kann ich bestätigen, wenn ich auch noch nicht alle ihre Werke gelesen habe. Langweilig wurde mir das Lesen aber dennoch nie, denn die Marlitt ist eine großartige Erzählerin und sie liebt es, reichlich Hindernisse und Umwege einzubauen, bevor die Liebenden letztlich zusammen kommen (das kennt man doch auch von Bollywood, oder?).
Die Titelheldin ist dabei meist ein junges Mädchen, daß trotz niedriger sozialer Stellung nicht ungebildet ist und stets wißbegierig danach strebt, Höheres zu erreichen. Die Liebespaare stehen sich zu Beginn oft abweisend oder gar haßerfüllt gegenüber: die immer sehr stolze Titelheldin fühlt sich meist ungerecht behandelt “von denen da oben” und es dauert lange bis die sich Liebenden sich am Ende ihrer wahren Gefühle bewußt werden und ihre Vorurteile über Bord werfen.
Die Marlitt rechnet in ihren Büchern auch gerne mit den heuchlerisch Frommen ab; meist sind es Mitglieder des Adels, die überfromm tagein, tagaus in die Kirche laufen, dabei aber mit ihren Untergebenen selbstherrlich und tyrannisch umgehen, und mitleidlos gegen Unrecht und Armut sind.

Ich habe bisher folgende Werke der Marlitt gelesen und alle haben mir gefallen:
Die zwölf Apostel
Thüringer Erzählingen
Schulmeisters Marie
Goldelse
Das Geheimnis der alten Mamsell


Wer erst mal testen will, ob er mit dem Schreibstil der Marlitt was anfangen kann, dem empfehle ich “Die zwölf Apostel”, einfach deshalb, weil es das kürzeste Werk ist.

Alle diese Bücher kann man übrigens kostenlos Online lesen auf Projekt-Gutenberg.de

---


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